Le nouveau OMIZA - se promenant derrière le miroir 2007

Seit Mitte der 80er Jahre arbeitet die Firma HONDA an der Entwicklung eines humanoiden Roboters für den Einsatz in menschlicher Umgebung. ASIMO, der bis dato am weitesten entwickelte Humanoide, soll bis 2010 Aufgaben wie zum Beispiel die Pflege älterer Menschen übernehmen.
Sein Gegenstück OMIZA bewegt sich auf der anderen Seite des Spiegels. In der Gesellschaft von Frauen erfährt er eine geordnete Welt, die nur für ihn und ihre endlosen Spaziergänge durch die Labyrinthe des Herzens existiert.

Synopsis

Der Videofilm „Le nouveau OMIZA“ (2007) basiert auf kurzen Clips vom modernsten menschenähnlichen
Roboter, entwickelt von der Firma Honda. Das Forschungsfilmen entnommene
Material zeigt den humanoiden Roboter Asimo, der zukünftig in Wesen und Wirkung
dem Menschen stark ähneln soll. Komplexe menschliche Bewegungsabläufe und soziales
Verhalten beherrscht er bereits: Er geht mit einer jungen Frau Hand in Hand spazieren, wartet
auf sie, wenn sie zurück bleibt, oder lenkt korrekt einen Wagen in vorgegebenen Bahnen.
Und, obwohl Asimo während dieser Demonstration seiner Fertigkeiten selbst noch etwas verunsichert
wirkt, so besteht das Ziel seiner Designer, ihn in verbindliche soziale Interaktion mit
Menschen zu stellen, sie teilweise zu ersetzen, d.h. ihm eine privilegierte Stellvertreterfunktion
zukommen zu lassen. In „Le nouveau OMIZA“ sind erste Versuche der Kontaktaufnahme zwischen
einem menschlichen und nichtmenschlichen Wesen auszumachen, eine neue Kommunikationsform erprobend.
Die Annäherung von Frau und Roboter wird auch durch den Ton wider gespiegelt:
Erik Saties Klavierstück „Gymnopédie No. 1“ wird einmal interpretiert von einem Pianisten und einmal
von einer Software für Komponisten. Angelika Richter

Video DV-PAL, 5:40, 2007

Video: Found Footage (Web)
Editing: Hörner/Antlfinger
Music: Erik Satie, Gymnopédie No.1
Interpreters: Johannes Cernota and Sibelius Software