Sofia Time Travel Experiment - Speaking with the unconcious social mind 2006

Ausgangspunkt für Hörner/Antfingers Projekt “Sofia Time Travel Experiment, Speaking with the unconscious social mind” sind die teils zerfallenen teils noch intakten Wachtürme der Sofioter Verkehrspolizei. Ihre ursprüngliche Funktionsweise umkehrend, dienen sie den Künstlern als Aussichtstürme in die Zukunft - von der Beobachtung zur Imagination einer möglichen, zukünftigen Stadt. Ungewöhnlich ist die Methode: Um ein freieres Imaginieren zu ermöglichen, unternahmen die Künstler mit einer Gruppe von bulgarischen und deutschen TeilnehmerInnen (sich selbst nicht ausnehmend) Zeitreisen in Trance. Dabei arbeiteten sie zusammen mit Jenia Georgieva und Roumen Georgiev, den Leitern des Milton H. Erickson Instituts Sofia.  Erickson, Konstruktivist und Begründer der modernen Hypnotherapie, nutzte mentale Zeitreisen, um Bilder aus der Vergangenheit wach zu rufen und neue Sichtweisen einzuführen oder Visionen eines möglichen Selbst in der Zukunft zu entwickeln.

Während der Trance-Sitzungen unternahm die Gruppe mentale Reisen in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt, Tonaufnahmen und Zeichnungen dokumentieren die dabei entstandenen inneren Bilder. In der Ausstellung wurde eine Auswahl dieses Materials gezeigt. Dafür haben Hörner/Antfinger eine spezifische Ausstellungsarchitektur entworfen.

Annette Weisser

Projekte seit 2000 | 1990-1999
Videoprojektion deutsch/bulgarisch, 32 min, HDV

Architektur-Modell, 220 cm x 180 cm x 200 cm
Im Inneren: Modell einer Straßenecke, LCD Billboard

Buch mit den gesamten Transkriptionen, 248 Seiten, deutsch/bulgarisch